FAQFrage stellen

Unter Umständen müssen Sie eine methodisch-didaktische Weiterbildung absolvieren und einen Nachweis Ihrer Englischkenntnisse erbringen. Fragen Sie die zuständige Kontaktperson in Ihrem Kanton nach den Bedingungen.

Nein. Eine Bedarfsabklärung hat ergeben, dass für den Englischunterricht keine Differenzierungshilfen nötig sind. Der Klett und Balmer Verlag wird in den nächsten Monaten für New Word 3–5 (Sek. I) Broschüren mit Grammatik- und Wortschatzübungen erarbeiten, die eine Repetition und Vertiefung des Gelernten ermöglichen.

Ja. Die Schülerinnen und Schüler lernen nach wie vor viel Grundwortschatz. Dieser hilft ihnen, sich in verschiedenen Situationen im Alltag zu verständigen.

Die Lehrmittel verwenden spannende Originaltexte aus Büchern oder Medien. Die Texte wurden so ausgewählt, dass sie dem Alter und den Interessen der Schülerinnen und Schüler entsprechen und dazu motivieren, gelesen und verstanden zu werden. Um die Texte zu verstehen, üben die Schülerinnen und Schüler von Anfang an Strategien. Parallelwörter, bekannte Wörter und Bilder helfen ihnen dabei. Es geht aber nicht darum, jedes einzelne Wort zu übersetzen, sondern den Inhalt der Texte zu erfassen. Schülerinnen und Schüler, die mit «Mille feuilles», «Clin d’oeil» und «New World» Fremdsprachen lernen, haben aus dem Grund in der Regel keine Angst vor schwierigen Fachtexten in Französisch oder Englisch.

Das Sprechen beginnt mit dem Aufbau des Wortschatzes. Dieser besteht häufig nicht aus einzelnen Wörtern, sondern aus sogenannten Chunks. Das sind Satzfragmente oder geläufige Wortverbindungen. Wortschatz wird also möglichst im Zusammenhang gelernt. Wortschatzspiele (Fichierspiele) eignen sich besonders gut, um das Sprechen zu fördern. Denn hier verwenden die Kinder die Fremdsprache als Arbeitssprache. Die Lehrmittel bieten sehr viele Anlässe, in denen sich die Schülerinnen und Schüler über das Gelernte austauschen können. Am Anfang geht es nur um Kommentare – von «bien», «super» über «c’est correcte» und «continue» bis zu «j’ai choisi …», «parce que …», «qu’est-ce que tu as noté» etc. Wichtig ist, dass jede Gelegenheit genutzt wird, diese Chunks zu verwenden. Auch kurze rituelle Dialoge, beispielsweise zu Beginn einer Lektion, unterstützen die Schülerinnen und Schüler dabei, die Zielsprache in der «Alltagssituation» anzuwenden.

Am Ende der Schulzeit können sich die Schülerinnen und Schüler im Schulalltag auf Französisch verständigen. Sie können über eingeführte Themen sprechen und einfache Diskussionen führen. Zudem könne sie ihre Meinung zu Themen äussern, Geschichten erzählen und etwas beschreiben. Beim Schreiben ist es wichtig, dass sie Hilfsmittel, wie Wörterbücher, gebrauchen können.

Am Anfang kann das Sprechen mit Ritualen oder mit Wortspielen gefördert werden. Poster mit Alltagssituationen helfen den Schülerinnen und Schülern, Aufträge zu verstehen, Fragen zu stellen und zu beantworten. Je öfter Sie als Lehrperson in der Fremdsprache kommunizieren, je schneller werden die Schülerinnen und Schüler den Mut haben, ebenfalls etwas auf Französisch oder Englisch zu sagen. Ein gutes und fehlertolerantes Klima im Unterricht ist ebenfalls eine wichtige Voraussetzung, damit sich Schülerinnen und Schüler trauen, in der Fremdsprache zu kommunizieren.

In den Lehrmitteln sind viele Sprechsituationen angelegt. Die Schülerinnen und Schüler werden beispielsweise angeregt, ihre Meinung zu einem Thema zu äussern oder ihre Arbeit zu präsentieren. Vorgegebener Wortschatz und Satzstrukturen helfen ihnen dabei. Viele Sprechsituationen ergeben sich aus den Inhalten. Da diese aber komplex sind, müssen Sie sie gut einführen und mit den Schülerinnen und Schülern üben. Auch das gemeinsame Handeln mit der Sprache eignet sich als Sprechsituation gut, zum Beispiel beim Präsentieren von Arbeiten oder dem Äusseren der Meinung zu einem Thema oder einem Auftrag.

Die Schülerinnen und Schüler sollen die Fremdsprache so oft als möglich im Unterricht anwenden. Daher lernen sie von Anfang an Anweisungswortschatz und Vokabular für die Alltagskommunikation im Unterricht. Auf diese Weise üben sie Schritt für Schritt, mit Ihnen und den Mitschülerinnen und Mitschülern im Unterricht in der Fremdsprache zu kommunizieren. Dazu gehört, dass sie Anweisungen verstehen, Arbeitsschritte besprechen und in Gruppenarbeiten miteinander in der Fremdsprache kommunizieren können.

Am Anfang nehmen die Kinder die Fremdsprache vor allem übers Ohr auf. Sie hören kurze Texte und Lieder und gewöhnen sich so an die fremde Phonetik. Nach und nach lernen sie, Texte, Wörter und Formulierungen zu lesen und zu verstehen. Die Lehrperson baut von Anfang an auch Sprechsituationen in den Unterricht ein. Meist spricht sie mit den Kindern über die Inhalte, die im Unterricht behandelt werden oder sie erklärt Arbeitsaufträge. Diese Situationen sind im Lehrmittel mit Sprechblasen gekennzeichnet. Da das Sprechen mit bestimmten Inhalten verknüpft ist, ist es für Eltern am Anfang schwierig herauszufinden, wie gut ihr Kind Französisch oder Englisch spricht.

Anders als im Deutschunterricht sind fremdsprachige Kinder im Französisch- und Englischunterricht nicht benachteiligt. Sie starten mit denselben Voraussetzungen wie deutschsprachige Kinder. Viele Lehrpersonen beobachten sogar oft, dass fremdsprachige Kinder etwa im Französischunterricht Vorteile haben, da sie mit Deutsch bereits eine Fremdsprache gelernt haben und diese Erfahrung nutzen können.

Der Unterricht wird dem Alter und den Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler angepasst. Die Lehrmittel sind so angelegt, dass sie unterschiedlichen Lerntypen, unterschiedlichen Begabungen und Interessen und einem unterschiedlichen Lerntempo Rechnung tragen. So kann jedes Kind seinen Voraussetzungen entsprechend lernen. Sollte ein Kind dennoch überfordert sein, werden Lösungen gesucht, wie dies schon heute in anderen Fächern möglich ist. Zum Beispiel können individuelle Lernziele vereinbart werden.

Grundsätzlich kann jedes Kind Fremdsprachen lernen; Kinder mit eingeschränkten Lernvoraussetzungen brauchen mehr Zeit, mehr Betreuung und Führung und mehr Wiederholung der Inhalte und des Wortschatzes.
«Mille feuilles», «Clin d’oeil» und «New World» bieten eine Reihe von erleichternden Lernumgebungen an, wie zum Beispiel das Lernen über alle Sinne (auditiv, visuell, taktil) und auch das Arbeiten am Computer. Aktuelle, authentische Lerninhalte fördern die Motivation fürs Lernen, verlangen aber mehr Unterstützung von Ihrer Seite als Lehrperson. Das gilt auch für die Entwicklung des selbständigen Lernens. Durch innere Differenzierung des Lehrmittels werden die Schülerinnen und Schüler ihren Möglichkeiten entsprechend gefördert und gefordert. Das heisst, es gibt einfachere und schwierigere Aufgaben, je nach Neigung und Fähigkeit der Kinder.

Die Didaktik der Mehrsprachigkeit vernetzt die verschiedenen Sprachen: Deutsch, Französisch, Englisch und allenfalls Herkunftssprachen werden nicht mehr getrennt, sondern in Verbindung miteinander gelehrt und gelernt. Diese Verbindungen beziehen sich auf die Lernziele, die Inhalte, die Unterrichtsplanung, die Evaluation sowie die Lehr- und Lernprozesse. Sie ermöglichen es, Synergien beim Sprachenlernen zu nutzen.
Spannende Inhalte, die durch die Lernenden entdeckt werden können, wirken sich ausgesprochen motivierend auf das Lernen von Sprachen aus. Die Sprache dient dabei als Transportmittel und ist nicht selbst Inhalt. So kann das Lernen von Fremdsprachen mit dem Unterricht der Nicht-Sprachfächer verknüpft werden und dadurch weitere Synergien geschaffen werden.

Grundsätzlich ja. Allerdings wäre das mit sehr viel Zusatzaufwand für Sie als Lehrpersonen verbunden. Die Lehrmittel «Milles feuilles» und «New World» werden von den beiden Verlagen  eigens für den neuen Unterricht entwickelt. Sie beinhalten alles, was die Didaktik der Mehrsprachigkeit ausmacht. Jeder neue Band wird ein Jahr lang von ausgewählten Testklassen in drei Kantonen im Unterricht erprobt. Die Rückmeldungen der Lehrpersonen dieser Testklassen fliessen in die definitive Version der Bücher ein. Sie sind absolut tauglich für den Schulalltag und bewähren sich seit mehreren Jahren. In den sechs Kantonen an der Sprachgrenze arbeiten deshalb alle Klassen der Volksschule mit diesen Lehrmitteln.