Fremdsprachen ausserhalb des Schulzimmers zu lernen: Das bringt Abwechslung und Anregung in den Schulalltag. Verbinden Sie das Lernen der französischen oder englischen Sprache mit Kunst, Geschichte, Kultur, Design oder Naturwissenschaften. Verlegen Sie den Unterricht mal ins Museum. In den sechs Kantonen an der Sprachgrenze und benachbarten Regionen finden Sie ein grosses Angebot an Workshops und Führungen in Museen, wo Schülerinnen und Schüler ein Thema vertiefen und dabei spielerisch die fremde Sprache lernen können.

In der folgenden Auflistung finden Sie Museen mit Angeboten für den Fremdsprachenunterricht. Die Auswahl ist nicht abschliessend. Kennen Sie weitere Museen, die zweisprachige Führungen oder Veranstaltungen anbieten? Ihre Hinweise nehmen wir gerne auf!

Kanton Aargau

  • Im Kunst-Workshop «I see!» im Aargauer Kunsthaus beschreiben Schülerinnen und Schüler auf Englisch, was sie beim Betrachten eines Kunstwerks beobachten und fühlen. Ihre Eindrücke können sie später selber mit Farbe oder Bleistift auf Papier bringen.
  • Die Englische Sprache kommt auch in der dialogischen Führung «In Dialoge» zum Zug: Schülerinnen und Schüler diskutieren dabei, was sie in der aktuellen Sonderausstellung sehen – in English of course.
  • Die Sammlung und ihre Werke lernen Jugendliche in der dialogischen Führung «Vive les impressions!» kennen. Sie schildern dabei ihre Eindrücke auf Französisch und stellen diese in einer kleinen Präsentation vor. Als Vorbereitung erhalten sie eine Liste mit Fachausdrücken.

Trinationale Region Basel

  • Erkunden Sie mit Ihrer Klasse die Welt Jean Tinguelys – mal auf Deutsch, mal auf Französisch. Das Museum Tinguely in Basel bietet Führungen für Primarschulklassen an.
  • Während der Führung «Portraits et figures dans la peinture» im Kunstmuseum Basel beschreiben Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse auf Französisch, was sie auf verschiedenen Gemälden erkennen. So etwa: Wie viele Personen sie sehen, wie diese gekleidet sind und in welcher Zeit sie wohl lebten.
  • Welche Farben sind auf Gemälden im Kunstmuseum Basel zu sehen? An was erinnert beispielsweise die Farbe Blau – an den Himmel oder das Meer? Über solche Fragen unterhalten sich Primarschülerinnen und Primarschüler der 3. und 4. Klasse in der Führung «La langue des couleurs» auf Französisch.
  • Vögel, Säugetiere und Schmetterlinge ertasten, erraten oder beschreiben: Das ist möglich im Naturhistorischen Museum in Basel. An zweisprachigen Posten lernen die Schülerinnen und Schüler nicht nur die Tiere und ihre Eigenschaften besser kennen, sondern auch die französische Sprache.
  • Kennen Sie die RegioTriRhena? Reisen Sie mit Ihrer Klasse nach Lörrach und besuchen Sie das mehrfach ausgezeichnete Dreiländermuseum. Ein Spielparcours führt die Schülerinnen und Schüler durch die Ausstellung. Mit dem Spielheft «du bist dran! – à toi de jouer!» lösen sie an Mitmachstationen kleine Aufgaben in Deutsch und Französisch. Das spielerische Entdecken steht dabei im Mittelpunkt.
  • Im Vitra Design Museum in Weil am Rhein kommt ein ganz normaler Alltagsgegenstand zur Sprache: Der Stuhl. Die Schülerinnen und Schüler fragen sich: Welche Merkmale punkto Ästhetik, Funktionalität und Materialität zeichnen die verschiedenen Sitzgelegenheiten aus? Sie lernen dabei auf spielerische Weise neues Französischvokabular.

Kanton Bern

  • Die Werke von Pablo Picasso, Paul Klee, Marc Chagall, Auguste Herbin und Bridget Riley betrachten und dabei das Vokabular und Satzstrukturen aus dem Unit 3 des Lehrmittels «New World» üben, anwenden und erweitern: Das ist möglich im Kunstmuseum Bern in der Führung «Shapes and Colours». Auf Wunsch können die Schülerinnen und Schüler im Anschluss an die Führung noch selbst gestalterisch tätig werden. Erfahren Sie mehr in diesem Blog.
  • Über Werke von Kandinsky, Braque und Magritte sprechen und dabei Französisch lernen: Das lässt sich im Workshop «Biz’Art au Kunstmuseum Bern» gut verbinden. Nach dem Workshop, der sich auf das gleichnamige Magazine 7.2 im Lehrmittel Clin d’oeil bezieht, gestalten die 7.-Klässlerinnen und 7.-Klässler noch selber ein Kunstwerk.

Kanton Freiburg

  • Das Gutenbergmuseum – das Museum der grafischen Industrie – ist ein idealer Ort, um sich mit Sprache auseinandersetzen. Die Ausstellung ist zweisprachig. Auch die Workshops und Führungen können zweisprachig gebucht werden. Dabei erfahren die Schülerinnen und Schüler unter anderem, wie man Pergament herstellt, eine Zeitung druckt oder ein Buch bindet.
  • Entdecken Sie mit Ihrer Schulklasse die Geschichte der Pfahlbauer. Reisen Sie nach Gletterens am Neuenburgersee und probieren Sie im Pfahlbauerdorf alte Handwerkstechniken aus. Alle Workshops werden in Deutsch und Französisch angeboten. Von Mai bis September können Sie mit Ihrer Schulklasse auch in der Nähe des Pfahlbauerdorfs in Tipis oder einem Lederzelt übernachten.

Kanton Jura

  • Der halbtägige Workshop «Fossile facile» im Jurassica Museum in Porrentruy richtet sich an Schulklassen, die seit mindestens einem Jahr Französisch lernen. Ein «Guide» betreut die Schulkinder. Diese erhalten eine Vokabelliste und ein Heft mit Übungen, die sie während des Workshops lösen.
  • Im Musée jurassien d’art et d’histoire in Delémont suchen Schülerinnen und Schüler mit einem zweisprachigen Bilderbuch (deutsch/französisch) Gegenstände im Museum. Zusammen mit einer Mitarbeiterin oder einem Mitarbeiter des Museums stellt die Schulklasse den Zusammenhang zwischen den Objekten und der jurassischen Geschichte her.

Kanton Luzern

  • Im Kunstmuseum Luzern können Schülerinnen und Schüler aller Stufen den Kunstwerken begegnen und dabei auf spielerische Weise Französisch oder Englisch lernen. Die 90-minütigen Führungen bieten viele Gelegenheiten, die Fremdsprache anzuwenden.

Kanton Wallis

  • Die Mediathek Wallis organisiert in Brig, Martigny, Sion und St.-Maurice Veranstaltungen rund um Sprachen, Mehrsprachigkeit und Begegnung mit Sprachen.