Foto: Iwan Raschle

Schweizer Bahnhöfe eignen sich gut dafür, französisch zu lernen. Man hört Ansagen in französischer Sprache oder liest Anweisungen auf Französisch. Bahnhöfe und Reisegeschichten sind im Magazine 2 des Französischlehrmittels Clin d’oeil 8 denn auch das grosse Thema.

Die 8.-Klässlerinnen und 8.-Klässler haben in diesem Magazine Geschichten gehört und gelesen, die in Zügen spielen. Sie haben Informationen über die SBB erhalten und sich eine Zugreise vorgestellt. Auch Grammatik war ein Thema. So haben die Schülerinnen und Schüler gelernt, wie man ein Imparfait bildet. Dabei haben sie diese Form mit dem passé composé verglichen und erfahren, in welcher Situation man welche Form anwendet.

In der Aufgabe hatten die 8.-Klässlerinnen und 8.-Klässler vier Bilder zur Auswahl, welche eine Szene in einer Bahnhofshalle oder auf einem Perron zeigen. Die Schülerinnen und Schüler mussten ein Foto wählen und ausführlich kommentieren, was sie darauf sehen. Sie sollten ausserdem auf eine korrekte Aussprache achten und abwechslungsreiche Sätze bilden. Eine weitere Vorgabe war, dass sie das eben gelernte Imparfait einbeziehen. Die Schülerinnen und Schüler sollten aber nicht jedes Verb ins Imparfait setzten, sondern mit den Zeitformen spielen.

Der 8.-Klässler löste die Aufgabe auf eine besonders kreative Weise. Er kommentierte nicht nur, was er auf dem Bild sah, sondern er verpackte die Aufgabe in eine Geschichte. In seiner Fantasie stellte er sich selbst in das Setting auf dem Bild und beschrieb, wie er in diesem Bahnhof auf einen Freund wartet und all die Leute beobachtet, die auf dem Foto zu sehen sind. Am Ende sieht er seinen Freund, mit dem er nach Genf zu seiner Grossmutter fahren will.

Der Schüler hat nicht nur eine brillante Idee, er trägt sie auch sehr flüssig und auf natürliche Weise vor. Seine Aussprache ist gut und seine Beschreibungen der Personen sind präzise. Sie reichen von der Bekleidung der Leute (une veste grise et des pantalons noirs) über die Art der Tasche, die sie tragen (un sac à dos blanc) bis zur Tätigkeit (la dame qui lisait le journal). Dabei zieht er auch die Personen mit ein, die im Hintergrund des Bildes zu sehen sind. In seinen Sätzen verwendete er schwierigere Wörter wie «poussette» oder «escalier roulant» sowie eine grosse Bandbreite an Verben in unterschiedlichen Zeitformen. Und das frisch gelernte Imparfait, das er am häufigsten benutzt, wendet er bereits sicher an.