Digitale Lernmaterialien wie Audio-CD, CD-Rom oder Apps sind heute integraler Bestandteil der Französischlehrmittel «Mille feuilles» und «Clin d’oeil» und des Englischlehrmittels «New World». Es wird also ganz selbstverständlich vorausgesetzt, dass die Schülerinnen und Schüler im Fremdsprachenunterricht den Computer als Arbeitsinstrument verwenden.

Der gezielte Einsatz digitaler Medien im Unterricht bringt grosse Vorteile. Er bereichert nicht nur den Unterricht, sondern er erleichtert das individuelle Lernen und Üben und kann genau dort Unterstützung bieten, wo der Lernfortschritt dies verlangt. Die Bandbreite an digitalen Medien, die sich für den Unterricht eignen, ist gross. Sie reicht vom Internet über Film- und Tonaufnahmen bis zu Apps, Social Media und Online-Übungsumgebungen. Sich damit auseinanderzusetzen, lohnt sich. Denn der Einsatz digitaler Medien im Unterricht ist in vielen Fällen ganz einfach und braucht wenig Zeit und Vorwissen. Hier ein paar praktische Tipps für den Schulalltag:

Bedienungssprache ändern

Ob bei Geräten wie Beamer oder Laptop oder auf Plattformen wie educanet2 oder Moodle: Praktisch überall lässt sich die Sprache für die Bedienung problemlos ändern. Nutzten Sie diese einfache Möglichkeit im Unterricht und ändern Sie die Menüsprache der Geräte, die Sie im Unterricht benutzen. Oder lassen Sie die Schülerinnen und Schüler einmal die Onlinebestellung eines Zugbillets in französischer oder englischer Sprache abwickeln.

Beiträge aus dem Internet lesen

Im Internet findet man Beiträge in jeder Sprache und zu jedem Thema. Lesen Sie Texte im Internet über Themen, welche die Schülerinnen und Schüler interessieren. Vergleichen Sie Beiträge, die in verschiedenen Sprachen verfasst sind. Oder untersuchen Sie, wie sich Texte in verschiedenen Medien sprachlich unterscheiden wie beispielsweise zwischen «Le Matin» und «Le Temps» oder «Sun» und «Times».

Online-Übersetzungsprogramme

Heute ersetzen Übersetzungsprogramme wie www.leo.org, www.babelfish.de oder www.translate.google.ch meist das klassische Wörterbuch. Mit Übersetzungsprogrammen lassen sich nicht nur einzelne Wörter, sondern ganze Textpassagen übersetzen inklusive Vorlesefunktion. Das ist praktisch, hat aber auch seine Tücken. Integrieren Sie Übersetzungstools in den Unterricht und thematisieren Sie Vor- und Nachteile.

Dank Social Media Kontakte pflegen

Pflegen Sie Austausch mit einer Klasse aus der Romandie? Digitale Medien bieten eine einfache Möglichkeit, über die Sprachgrenzen hinweg zu kommunizieren. Nutzen Sie Social Media oder das in allen Landesteilen verbreitete educanet2. Für die mündliche Kommunikation eignet sich insbesondere die Internet-Telefonie (VoIP) mit Skype oder Google Hangouts.

Lernfortschritte aufzeichnen

Mit Ton- und Filmaufzeichnungen können Schülerinnen und Schüler im Fremdsprachenunterricht ihre mündlichen Kompetenzen dokumentieren und reflektieren. Als Lehrperson können Sie diese fair und transparent beurteilen. Im Gegensatz zu früher ist es heute einfach, Übungen via Smartphone, Tablet, Diktiergerät oder Computerprogramm aufzuzeichnen. Mit einem Tablet oder Laptop lassen sich auch Hörspielszenen und Podcasts herstellen, die mit einer Partnerklasse aus der französischsprachigen Schweiz oder aus England ausgetauscht werden können.

Mit Programmen und Apps üben und repetieren

Schülerinnen und Schüler kommen beim Lernen der Fremdsprachen nicht um das Üben und Repetieren herum. Integrieren Sie das Lehrmittel oder Plattformen wie learningapps.ch, e-vocabulary.ch oder card2brain.ch in den Unterricht. Der Vorteil ist, dass die Lernenden sofort wissen, ob ihre Antwort richtig oder falsch ist. Lernfortschritte sind transparent und können oft  mittels Statistiken visualisiert werden. Mit den meisten Programmen können ausserdem Fehler gesondert geübt werden.