In frankophonen Ländern haben bandes dessinées  (BD) – Comic-Geschichten –  eine lange Tradition. Im Magazine 3 des Französischlehrmittels Clin d’oeil 7 befassen sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit dieser lebhaften Erzählform. Sie lesen BDs und lernen, diese zu verstehen und mit dem passenden Ausdruck in der Stimme vorzulesen. Aus einem Film über den bekannten BD-Autor Zep und aus BDs suchen sie Redewendungen heraus, die sie im Schulalltag anwenden können. Die so genannte Alltagssprache wird wiederum in kurzen, selbst entwickelten Szenen angewendet.

In der Aufgabe am Schluss des Magazines sollen die Schülerinnen und Schüler eine comicähnliche Szene aus dem Schulalltag erfinden und spielen. Die Szenen befassen sich mit Themen wie «Déranger» (Stören), «Jeu» (Spiel), «Corriger» (Korrigieren) oder «Pas de Prof» (kein Lehrer). Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler passenden Wortschatz verwenden, korrekt aussprechen und mit den neu gelernten Füllwörtern den Redefluss in Gang halten. Ausserdem wird von ihnen erwartet, dass sie das Gesagte mit Mimik und passendem Ausdruck in der Stimme unterstreichen.

Die Eigenleistung der 7.-Klässlerinnen und des 7.-Klässlers ist beeindruckend. Die Mädchen und der Junge haben diese witzige Geschichte mit der passenden Pointe selbst erfunden. Die Themen «Stören» und «Spiel» werden gut in die Handlung integriert. Auch den Dialog haben sie selbst erarbeitet. Es ist ihnen wirklich gelungen, die Satzbausteine, die sie im Magazine geübt haben, zu einem natürlich wirkenden Gespräch umzuformulieren. Die beiden Schülerinnen und der Schüler sprechen flüssig. Sie setzen den Wortschatz ein, den sie aus dem Schulalltag kennen wie l’éponge, la maîtresse oder la pause sowie neu gelernte Füllwörter zum Beispiel aussi, ici, déjà oder super.

Besonders hervorzuheben ist das Schauspiel. Die Jugendlichen spielen ihre Rollen überzeugend. So gelingt es beispielsweise der «Lehrerin» ausgezeichnet, das Gesagte mit Mimik und Gestik und dem passenden Ausdruck in ihrer Stimme zu unterstreichen.

Das Unterrichtsbeispiel aus einer Erprobungsklasse zeigt, wie Schülerinnen und Schüler lustvoll, unverkrampft und mutig mit der ersten Fremdsprache umgehen können.