So zu leben wie in den USA, Kanada, Australien, Irland oder Grossbritannien. Und dazu nicht einmal weit zu reisen. Das ist möglich. Im Sprachcamp «Welcome to Logbridge» tauchen Schülerinnen und Schüler für ein paar Tage ganz in die englische Sprache ein.

Der idyllisch gelegene Ort Langenbruck im Kanton Basel-Landschaft wird mehrmals im Jahr zu einer englisch-
sprachigen Insel. Er heisst dann Longbride.  Schülerinnen und Schüler, die im wirklichen Leben Sofie, Thomas oder Andrea heissen, nennen sich in Longbridge vielleicht Jane, Tom oder Ann. Denn sie leben während einem Wochenende oder einer Woche ganz wie in den USA, Kanada, Australien, Irland oder Grossbritannien. Sie backen Muffins, spielen Baseball, feiern Thanksgiving oder St. Patricks Day. Sie besuchen english lessons, singen englische Songs, spielen in einer Soap Opera mit oder bestreiten eine Talent Show.

Von morgens bis abends englisch reden

Englisch lernen und Spass dabei haben: Das ist das Motto von Longbridge. «Es ist nicht wie eine Schule, sondern eher eine lustige, abenteuerliche Freizeitbeschäfti-
gung», berichtet ein Teilnehmender. Die Schülerinnen und Schüler lernen dennoch viel. Mit den englischsprachigen Leiterinnen und Leitern unterhalten sie sich nämlich rund m die Uhr auf Englisch. «Mir hat speziell gefallen, dass alle Leiter nur englisch sprechen. So hat man gar keine Wahl, als englisch zu reden», erzählt ein Schulkind.

Jedes Wochenend- und Wochencamp ist einem anderen Thema gewidmet: Wilder Westen, Beatles oder Thanksgiving zum Beispiel. Die Sprachcamps können gut mehrmals besucht werden. «Unsere Tochter ist heute total begeistert aus Longbridge nach Hause gekommen. Der erste Satz war: Ich würde am liebsten wieder dorthin gehen», erzählen Eltern.

Kompetent geleitet – eng begleitet

Die Wochenend- und Wochenkurse finden je rund fünfmal im Jahr statt. Sie werden von den Erziehungsdepartementen der Kantone Aargau, Basel-Stadt und Basel-Landschaft finanziell unterstützt. Daher können sie zu günstigen Preisen angeboten werden: Ein Wochenendkurs kostet 80 und eine Ferienwoche 675 Franken.

Das Sprachcamp bietet Platz für 35 Jugendliche. Leiterin ist die ausgebildete Sekundarlehrerin Karin von Siebenthal, die an der Pädagogischen Hochschule Nordwestschweiz Fachdidaktik Englisch unterrichtet. Ihr stehen Betreuerinnen und Betreuer zur Seite, die aus England, Irland, Kanada oder den USA kommen und mit den Teilnehmenden ausschliesslich englisch sprechen. Die Betreuung ist eng: Für fünf Jugendlichen steht eine Betreuungsperson zur Verfügung. «Mir hat speziell gefallen, dass man sehr viel lernt, ohne dass man es merkt. Und man hat Spass dabei», fasst ein Schulkind seinen Aufenthalt im Camp zusammen.