Wollen Sie den Fremdsprachenunterricht einmal besonders lebendig gestalten? Laden Sie eine Schriftstellerin, einen Slam-Poeten oder einen Illustrator aus der Romandie oder Frankreich in Ihre Schule ein.

Stundenlang trockene Übungen machen und fade Texte lesen: Das ist passé. Schulkinder lesen heute packende und abenteuerliche Texte in französischer Sprache. Ein Beispiel dafür ist «La rivière de Julien – Lilly und der Fluss» von Carlos Henriquez und Nadia Droz. In dieser fröhlichen Röstigrabengeschichte spielen zwei Kinder an verschiedenen Flussufern und verständigen sich auf Französisch und Deutsch miteinander. Auch die witzigen und kurzen Geschichten von Bernard Friot aus Besançon (F) über Schule, Freundschaft, Liebe oder Familie garantieren Kindern und Jugendlichen Lesevergnügen und Spass.

In der Welt der Kinder ist auch der Genfer Grafiker und Illustrator Nicolas Robel zu Hause. Sein mit dem Schweizer Kinder- und Jugendmedienpreis ausgezeichneter Comic «Le Tigre bleu» erzählt die Geschichte des kleinen Paul, der zu wenig Liebe bekommt, dies aber mit ganz eigenen Mitteln kompensiert.

Literaturschaffende aus der Nähe erleben

Wäre es nicht spannend, einmal mit dem Autor oder der Autorin selbst über diese Geschichten zu sprechen? Laden Sie eine Schriftstellerin wie Nadia Droz, einen Schriftsteller wie Bernard Friot oder einen Illustrator wie Nicolas Robel für eine Lesung in Ihre Schule ein. Damit gestalten Sie Ihren Fremdsprachenunterricht so erlebnisreich, dass er den Schülerinnen und Schülern noch lange in Erinnerung bleibt.

Sprachliche Barrieren lassen sich natürlich auch durch Performance oder Gesang spielerisch überwinden. Wieso also nicht einmal mit einem Slam-Poeten Reime und Wortspiele auf Französisch üben? Zum Beispiel mit dem Westschweizer Slam-Künstler und Champion de France Narcisse, der schon oft mit Schülerinnen und Schülern aus der Deutschschweiz gearbeitet hat.

Kantone beteiligen sich an Kosten

Eine solche Veranstaltung darf die Kasse in Ihrer Schule natürlich nicht sprengen. Die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion des Kantons Basel-Landschaft subventioniert Lesungen von Autorinnen und Autoren in Schulklassen aller Stufen mit einem Zuschuss von 400 Franken, wenn sich die Schule mit einem Betrag von mindestens 100 Franken an den Kosten mitbeteiligt. Weitere Informationen lesen Sie hier.

Auch der Kanton Basel-Stadt übernimmt nach Möglichkeit einen Teil der Kosten für eine Lesung in der Schule. Jeden November organisiert die Kulturabteilung des Kantons Basel-Stadt ausserdem die Veranstaltung «Literatur aus erster Hand», wo Jugendbuchautorinnen und -autoren in direkten Kontakt mit ihrem Lesepublikum treten. Während einer Woche besuchen die Literaturschaffenden unter anderem Schulen und Bibliotheken. Darunter befinden sich immer wieder auch französischsprachige Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Weitere Informationen finden Sie hier.

Wer in einer Berner Schule unterrichtet und eine Lesung im Französischunterricht organisieren möchte, kann dies über den Berner Schriftsteller/innen Verein tun. Das Programm Bildung und Kultur bietet  auch andere Literaturveranstaltungen an Schulen an und unterstützt diese finanziell. Ein Beispiel dafür ist die animierte Lesung eines Schriftstellerduos: Noëlle Revaz schreibt auf Französisch und Michael Stauffer auf Deutsch. Manchmal kreuzen sie ihre Bleistifte und lassen Sprachgrenzen verwischen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Unterrichten Sie an einer Schule im Kanton Solothurn und möchten eine Schriftstellerin oder einen Schriftsteller in Ihre Klasse einladen? Der Kanton Solothurn beteiligt sich an den Honorarkosten für Autorenlesungen in Schulen. Weitere Informationen lesen Sie hier.

Im Kanton Wallis fördert das Programm «Kulturfunken» der Dienststelle für Kultur Begegnungen zwischen Autorinnen, Autoren und Schulklassen. Weitere Informationen finden Sie hier.